Boris Becker: Kein Samenraub per Mund
Nach Ansicht des Hamburger Professors Dr. Wolfgang Schulze von der renommierten Uni-Klinik Eppendorf ist ein “Samenraub per Mund”, wie er Zeitungsberichten zufolge Boris Becker zum Verhängnis geworden sein soll, “so gut wie ausgeschlossen”.
“Wir haben ein Experiment durchgeführt. Das Ergebnis: Speichel bringt Spermien sehr schnell um. Nach ungefähr zehn Sekunden waren praktisch alle tot.”, so der Professor.
Demnach seien es vermutlich die Enzyme im Speichel, die die Spermien abtöten. Der Androloge hatte das Experiment mit fünf Ejakulat-Proben durchgeführt.
Die “Bild”-Zeitung hatte am 17. Januar hingegen berichtet, dass die in London lebende Angela Ermakowa mit dem Tennisspieler Oralverkehr gehabt und ihm dabei den “Samen geraubt” hätte. So sei angeblich Ermakowas Tochter Anna gezeugt worden.
Aus medizinischer Sicht ist nach Ansicht des Andrologen Prof. Schulze eine andere Methode des “Samen-Raubes” wahrscheinlicher: “Auf der blossen Haut sind Spermien wesentlich überlebensfähiger.” Anna Ermakowa hätte demnach das Ejakulat mit der Hand auffangen und verwahren können. Würde man das Ejakulat in eine Nährstofflösung einbringen und bei 37 Grad lagern, könnten die Spermien im Höchstfall sogar zwei Tage überleben. Dann könnte eine Befruchtung erfolgreich sein. Die hierfür notwendigen Chemikalien wären frei im Handel zu erhalten, so Schulze.

