08th Feb2008

Mit Pflichtverteidiger unzufrieden: Angeklagter schlägt seinen Anwalt

by Y. A.

Mit Pflichtverteidiger unzufrieden: Angeklagter schlägt seinen AnwaltEin Pflichtverteidiger, der am Donnerstag von seinem Mandanten zweimal ins Gesicht geschlagen wurde, gab nun bekannt, dass er den Ausrutscher des Angeklagten nicht übel nehme.

Das Ganze ereignete sich am Montag in einem Gericht im US-Bundesstaat Kentucky, nachdem der präsidierende Richter der Forderung des Angeklagten, den Pflichtverteidiger auszuwechseln, widersprochen hatte.

Der 30 jährige Angeklagte Peter Hafer erklärte dem Richter, dass er seinem Pflichtverteidiger nicht traue und daher einen anderen Anwalt verlange. Als der Richter den Angeklagten belehrte, dass der Pflichtverteidiger nicht frei wählbar sei, flogen dann die Fäuste.

„Ich konnte einfach nicht mehr und rastete aus“, so Hafer zum Vorfall. Er schlug seinen Pflichtverteidiger zweimal ins Gesicht und mehrere Male in den Bauch, ehe er zu Boden gebracht werden konnte.

Crickmer, der Anwalt des Angeklagten und gleichzeitig das Opfer von ebenjenem, nimmt es Hafer nicht übel: „Ich denke, Herr Hafer war lediglich frustriert. Er war eine zeitlang im Gefängnis, ich glaube er war nur frustriert, und ich war halt das nächstmögliche Ziel.“

Hafer wurde wegen einem Einbruch in ein Geschäft im Juni vergangenen Jahres angeklagt. Seiner Forderung nach einem neuen Pflichtverteidiger wird nun dennoch nachgekommen werden.

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