Vor Somalia – Deutscher Hubschrauber rettet Opfer von Piraten
Hilflos trieben drei Seeleute, nachdem ihr Schiff von Piraten gekapert wurde, im Golf von Aden vor der Küste von Somalia.
Gerettet wurden die drei Männer schließlich von einem Hubschrauber der deutschen Fragatte „Mecklenburg-Vorpommern.
In den frühen Morgenstunden gegen 4 Uhr hatten die Piraten den Tanker „MV Biscaglia“ angegriffen. Der Besatzung gelang es aber noch, einen Notruf abzusetzen. Daraufhin stieg der Helikopter von der Fregatte auf.
Die Soldaten gingen zunächst davon aus, dass die Piraten die Crew an Bord festgesetzt hatten.
Doch drei Männer entkamen den Angreifern, sie sprangen in ihrer Verzweiflung ins Wasser.
Als die Soldaten im Helikopter die im Meer schwimmenden Seeleute sahen, zögerten sie nicht und zogen die Männer aus der nassen Hölle.
An Bord des gekaperten Chemietankers waren Diplomaten zufolge 25 Crewmitglieder aus Indien und zwei aus Bangladesch. Bei den Geretteten handelt es sich um drei britische Wachleute. Sie wurden zum französischen Versorgungsschiff „Var“ geflogen.
Die deutsche Marine befindet sich Rahmen des Antiterroreinsatzes „Operation Enduring Freedom“ in der Region.
Der griechische Frachter „MS Centauri“ wurde in der Zwischenzeit gegen Zahlung eines Lösegeldes wieder freigelassen. Die 26 Mann starke Besatzung befindet sich nach zweieinhalb-monatiger Geiselhaft in relativ gutem Gesundheitszustand.

