Finanzkrise: US-Rettungspaket ist gescheitert
An der Wall Street ist die blanke Panik ausgebrochen. Das von der US-Regierung geschnürte Rettungspaket für die Finanzwirtschaft über 700 Milliarden US-Dollar ist gescheitert. Im US-Abgeordnetenhaus fand das Paket keine mehrheitliche Zustimmung und kann damit in seiner derzeitigen Form nicht umgesetzt werden.
228 Senatoren stimmten gegen das 700-Milliarden-Dollar-Paket. Nur 205 dafür.
Vor allem Abgeordnete der Republikaner lehnen die Hilfe für die Finanzwirtschaft ab. Mit den 700 Milliarden Dollar sollten sogenannte faule Hypothekenpapiere aufgekauft werden. Doch viele Republikaner fürchten den Zorn der Steuerzahler, die das Geld aufbringen sollen. Die Republikaner in den USA stehen gemeinhin für geringe Steuern und geringe Einflussnahme des Staates auf den freien Markt.
Das heißt für viele auch, dass der Staat kein Sicherheitsnetz ist und Verluste von den Privatunternehmen getragen werden müssen.
Offenbar ist der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain einer der Hauptkritiker des Rettungspaketes. Er soll schon am Wochenende damit beschäftigt gewesen sein, eine Alternative zur Rettung der Finanzwirtschaft zu erarbeiten, dabei soll es sich ebenfalls um Finanzhilfen in Höhe von 700 Milliarden handeln. Allerdings sollen diese nicht ausbezahlt werden, sondern als Steuerbegünstigungen an die Unternehmen ausgegeben werden.

