Pooth-Affäre: Jetzt geht es auch noch um Diebstahl und Erpressung
Die Affäre um den gescheiterten “Jungunternehmer” und Ehemann von Verona Pooth, Franjo Pooth (38) zieht immer weitere Kreise:
Jetzt geht es auch noch um Schweigegeld, Diebstahl und Erpressung !
Im Visier der Staatsanwaltschaft ist in diesem Falle jedoch nicht Franjo Pooth, sondern ein Mann (57), der sich als als Vertreter einer US-Investoren-Gruppe ausgab, behauptete, die insolvente Pooth-Firma Maxfield retten zu wollen und sich auf diese Weise vertrauliche Firmendokumente erschlichen haben soll.
Im Anschluß daran wandte er sich an die Düsseldorfer Stadtsparkasse und forderte 150.000 Euro Schweigegeld und drohte im Falle der Nichtzahlung damit, dass er öffentlich machen würde, dass die Sparkasse Maxfield noch Kredite gewährt habe, als das Unternehmen längst offensichtlich pleite war.
Oberstaatsanwalt Arno Neukirchen bestätigte, dass die Sparkasse zunächst nicht die Polizei eingeschaltet, sondern den Erpresser auf 90.000 Euro runtergehandelt hat.
Daraufhin erstattete die Bank jedoch Anzeige. Warum überprüfen nun die Ermittler.
Aber wer ist dieser 57-jährige Erpresser?
„…Ich kann nur sagen, dass wir nicht gezahlt haben…“, sagt Sparkassen-Sprecher Dr. Gerd Meyer.
Doch ein Insider berichtet: „…Nachdem Franjo Pooth Insolvenz angemeldet hatte, schlug bei Maxfield ein gewisser Herr S. auf, der sich als Schweizer ausgab und für einen US-Investor arbeite….Eine Woche lang wohnte er in einem schicken 4-Sterne-Hotel nahe der Maxfield-Büros im Düsseldorfer Hafen….Er hatte Zugang zu zahlreichen Unterlagen. Plötzlich war er weg und wurde nie wieder gesehen….“
Aber auch Franjo Pooth wurde angeblich erpresst, denn angeblich erhielt dieser Anfang Mai ein anonymes Schreiben mit der Forderung nach einer halben Million Euro.
„…Dabei handelt es sich allerdings um einen Trittbrettfahrer, der sehr dilettantisch vorging…“, sagt Oberstaatsanwalt Neukirchen.
Und Pooth erstattete im Übrigen Anzeige gegen zwei Ex-Mitarbeiter und wirft ihnen vor, Unterlagen aus der Firma und seinem Privathaus gestohlen, für 20.000 Euro an eine Zeitung verkauft und an die Staatsanwaltschaft weitergegeben zu haben.

