30th Mrz2008

„Ich stehe hilflos da und bete nur“: Dalai Lama offenbar am Ende seiner Weisheit

by L. R.

„Ich stehe hilflos da und bete nur“: Dalai Lama offenbar am Ende seiner WeisheitDer Tibet-Konflikt bestürzt die ganze Welt, doch keiner schreitet ein. Obwohl der kleine Gebirgsstaat so unscheinbar wirkt, hat er doch direkt und indirekt eine gewaltige Einflußnahme auf das Weltgeschehen. China will nicht verzichten, aus strategischen, wirtschaftlichen und gefühlsbedingten Gründen. Die Welt will China nicht verärgern. Der Dalai Lama ist ratlos.

„Ich stehe hilflos da und bete nur“ erklärte jüngst das religiöse Oberhaupt der Tibeter. Offenbar weiß auch der weise Dalai Lama jetzt keinen Ausweg mehr. Vor wenigen Tagen hatte er noch angekündigt, abzutreten, sollte die Lage eskalieren. Jetzt ruft er die internationale Staatengemeinschaft zur Unterstützung. Bislang hat alles nichts geholfen, weder betteln, noch drohen. Der Welt ist das Geld wichtiger, als die Menschenrechte in Tibet.

Am Samstag begab sich der Dalai Lama zu einem Gebet an das Denkmal des indischen Freiheitskämpfers Mahatma Gandhi. Seine Gedanken richteten sich an die jüngsten Opfer der Gewalt in Tibet. Nach Angaben von Beobachtern nahmen daran mehrere hundert Gläubige teil, darunter nach Angaben der Veranstalter Muslime, Christen, Hindus und Sikhs.

Gleichzeitig bekräftige er seine Position, dass China es trotz seines Vorgehens in Tibet verdiene, Gastgeber der Olympischen Spiele zu sein. Auch das Olympische Feuer sei willkommen, betonte er. Die indischen Behörden befürchten, Exiltibeter könnten Unruhen anzetteln, wenn die Flamme am 17. April Indien erreicht.

Seit dem 10. März sind bei Zusammenstößen zwischen chinesischen Sicherheitskräften und Tibetern laut tibetischer Exilregierung etwa 140 Menschen ums Leben gekommen, nach Angaben Pekings 22 Menschen.

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