Für fleißige Sparer: Koalition plant Energiezuschüsse
Fleißige Sparer unter den Verbrauchern sollen zukünftig von der Regierung mit Zuschüssen unterstützt werden. Michael Glos, Bundeswirtschaftsminister, CSU, hat zusammen mit der SPD angeregt, den Kauf sparsamer Haushaltsgeräte zu subventionieren und das CO2-Gebäudesanierungsprogramm auszuweiten. Konkret ist man sich allerdings über die Umsetzung noch nicht einig.
So könnte der Kauf eines besonders sparsamen Gerätes z.b mit einer Einmalzahlung von 150 Euro belohnt werden.
Der Hintergrund ist, dass der Energieverbrauch von neuen Geräten seit 1990 um bis zu 80 Prozent gesunken ist. Gefriergeräte werden dem Papier der Experten zufolge jedoch im Durchschnitt 17 und Kühlschränke 14 Jahre benutzt. Der Bonus soll bis Ende 2012 befristet und die dafür erforderlichen rund 200 Millionen Euro pro Jahr aus Zusatzeinnahmen aus der Veräußerung von Emissionszertifikaten finanziert werden.
Das SPD-Konzept sieht hingegen vor allem knapp 750 Millionen Euro für die wärmedämmende Sanierung von Gebäuden bereitstellen. Über einen Zeitraum von fünf Jahren sollen 100 Großwohnsiedlungen mit einer halben Milliarde Euro energetisch saniert werden. Das bestehende CO2-Sanierungsprogramm soll um 270 Millionen Euro erhöht werden. “Es wird definitiv eine Aufstockung geben”, sagte Kelber. Das Programm müsse zudem über 2011 hinaus fortgesetzt werden. Hier deutet sich eine Kompromissmöglichkeit mit der Union an, denn auch das Glos-Papier will die Förderung über das Jahr 2011 bis zum Jahr 2015 fortführen und die Mittel “soweit möglich” aufstocken.
Die Arbeitsgruppe der SPD zum Energiemarkt will am Montag abschließend über ihr Konzept beraten und bis zur Präsidiumsklausur am 7. September ein Papier erarbeiten. Vorgesehen ist, dass Geringverdiener noch vor dem Winter entlastet werden, indem das höhere Wohngeld schon am 1. Oktober und damit drei Monate früher als geplant in Kraft tritt.

