Inzest von Amstetten: Das sind die perversen Ausreden vom Inzestmonster
In Kürze beginnt in St. Pölten der Prozess gegen Josef Fritzl (73), der seine eigene Tochter 24 Jahre lang in einem Keller gefangen hielt, sie mehrere tausend Mal missbrauchte und sieben Kinder mit ihr zeugte.
Für den Prozess wurden vier Psychiater zu Rate gezogen, die jeweils Josef Fritzl untersuchten. Unter ihnen ist auch Adelheid Kastner aus Linz.
In der aktuellen Ausgabe zitiert die Zeitschrift „News“ aus den Aussagen, die der Inzest-Vater gegenüber der Gerichts-Psychiaterin machte.
So erklärte Fritzl zur Gefangennahme seiner Tochter:
„Es war im Sommer 1984, meine Tochter lag damals eines Morgens total apathisch auf ihrem Bett, sie hatte Putzmittel geschnüffelt gehabt, und deshalb wollte ich mit ihr unten, im Keller meines Hauses, reden. Das taten wir dann auch, aber auf meine Vorwürfe reagierte sie nur bockig. In mir hat sich daraufhin ein fürchterlicher Zorn entwickelt, und aus diesem Zorn heraus habe ich sie eingesperrt. Und weil sie sich auch in den kommenden Tagen nicht einsichtig zeigte, beschloss ich, sie weiter gefangen zu halten.“
Fritzl erzählt, dass er irgendwann gar keine Vorsichtsmaßnahmen mehr habe treffen müssen. Völlig sorglos habe er sein Doppelleben geführt:
„Irgendwann schleppte ich doch sogar schon am helllichten Tag die Lebensmittel für meine Zweitfamilie (…) in den Keller. Und außerdem, niemand fragte nach, wenn ich Fliesen, Eisenschränke, Fernseher und Möbel in den Bunker brachte und von unten Umbaugeräusche zu hören waren.“
Über den „Familien-Alltag“ im Verließ spricht der Inzest-Vater besonders pervers:
„Wir feierten viele Feste – Weihnachten, Ostern und Geburtstage – unten, die Kleinen hatten massenhaft Bücher, Spielzeug und sogar Haustiere – Fische und einen Wellensittich. Es ging ihnen nichts ab, denn ich versuchte wirklich, ihnen das Leben in Gefangenschaft so angenehm wie möglich zu gestalten. Wir spielten, wir plauderten, wir lachten im Bunker, wir führten da doch eigentlich ein ganz normales Familienleben…“
Und auch über den Missbrauch seiner Tochter vor den Augen der Inzest- Kinder spricht Fritzl, als sei das alles völlig harmlos: „Dann habe ich freilich das Licht abgedreht, und später, als es unten schon ein paar Räume gab, unseren Nachwuchs in ein anderes Zimmer geschickt.“

