01st Feb2010

Arno Dübel: Das ist sein Hartz-IV-Tag !

by Y. G.

Arno Dübel Das ist sein Hartz-IV-TagWas macht ein Hartz-IV-Empfänger wie Arno Dübel (54), seit 36 Jahren ohne Arbeit, eigentlich den ganzen Tag ?! Gammeln !

In der Bildzeitung offenbarte der 54-Jährige jetzt seinen tristen Alltag. Das Resümeé am Ende: „Eigentlich ist mein ganzes Leben vertrödelt.“

Am Ende hat Dübel den ganzen Tag über tatsächlich nichts Erfüllendes getan. Er gammel vor sich hin …

Und so sieht ein trister Hartz-IV-Tag aus:

6.30 Uhr Aufstehen. Dübel braucht keinen Wecker mehr. Es ist sowieso jeden Tag das Gleiche, er wacht von selbst auf. Dann gibt es Kaffee und Zigarette. Dann Fernsehen. Immer nur Talkshows und Serien.

8.15 Uhr Einkaufen. Immer bei Edeka. Der ist nicht so weit weg. Es gibt immer das Gleiche, Dosenbier, Tabak, Suppe und Hundefutter.

9 Uhr Hunde-Fütterung: Pflegehund „Jacky“ bekommt sein Fressen. Die einzige Tat am ganzen Tag, die Dübel nicht für sich verrichtet. Außerdem muss er jetzt Zigaretten stopfen. Dübel raucht am Tag eine Dose Tabak, das macht immerhin 5,95 Euro pro Tag, insgesamt 178,50 Euro im Monat. Das ist schon mehr als die Hälfte seiner Stütze von 323,10 Euro.

9.45 Uhr Gassigehen: Eine Rund draußen, damit „Jacky“ sein Geschäft machen kann, dann wieder ab vor die Glotze und nebenbei ein bisschen Haushalt

13 Uhr: Weil die Glotze nichts Gescheites mehr hergibt, macht Dübel ein Kreuzworträtsel, dann gibt es Essen: Toast mit Wurst. Immer noch läuft der Fernseher.

16.15 Uhr Kaffeklatsch: Ein bisschen Plaudern mit den Nachbarn

17 Uhr, die Stimmung ist im Keller: Jetzt braucht Dübel ein bisschen Wein. Es gibt Weißwein für 89 Cent die Flasche. Ganz schön trist so allein. Aber eine Freundin will Düble nicht, macht angeblich nur Probleme …

22.30 Uhr Gassi-Gehen: Jetzt noch eine letzte Rund mit dem Hund, dann gibt’s noch Mal Fernsehen, oder eben immer noch …

Mitternacht ist Bettruhe … und morgen geht es von vorne los !

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13 Responses to “Arno Dübel: Das ist sein Hartz-IV-Tag !”

  • Arne Kübel

    Hi, ich bin Arne Kübel und wohne in Stuttgart-Zuffenhausen (manch einer sagt Stuttgart-Muffensausen, weil sich viele dort auch nicht mehr hintrauen)

    Ich bin der Cousin von Arno, der in Hamburg lebt

    Ich war aufgrund meiner zahlreichen Schikanen durch das Amt und diese Bürokratiescheiße erstmal stark selbstmordgefährdet, hab mich aber dann nach einer intensiven Therapie doch wieder aufgerappelt und einige Jobs verrichten können : ich war Unkrautjäter, Schneeschipper, Aufpasser aufm Parkplatz, Bürgerwehr (ehrenamtlich) und habe auch Knöllchen an Falschparker verteilen dürfen, dann war ich mal zeitweise Aushilfe in einem Döner Shop auf 400 € Basis, Hilfsarbeiter im Möbelgeschäft, Sortierer bei den Entsorgungsbetrieben und Einpackhilfe im Kaufhaus, danach bot mir das Amt folgende Stelle an, dieich nun auch seit einiger Zeit mache : Vermögensberater bei der DVAG, das macht voll Spaß (feiner Anzug, Finanzanalysen erstellen und den Leuten Versicherungen und mehr verkaufen) – geht auf Provision und man verdiehnt auch manchmal etwas Geld, aber blöd, daß ich da nicht krankenversichert bin – naja, man kann nicht alles haben….

  • gerd romer

    Heutzutage gibt es hartz IV, schwulenehe, erderwärmung, satell.fernsehen, übervölkerung, energiekrise usw. usw.
    Jeder findet etwas anderes, worüber er jammern kann.
    Die Dekadenz greift um sich.
    Ich kann nur sagen “zurück in die Steinzeit”
    Da gab es das alles nicht. Jeder wurde gebraucht.
    Die Stärksten, Besten, Wiederstansfähigsten und Intelligentesten überlebten.
    Wo sind wir heute?
    Was wollen wir?

  • Ackermann

    Sehr geehrter Herr Dübel

    Wären Sie daran interessiert, nach einem 3 jährigen Crashkurs als Kundenberater für mittelständische Unternehmen bei einer der größten deutschen Banken (ein global player) tätig zu werden ? Ein attraktives Festgehalt nebst umsatzabhängigen Bonuszahlungen, ein Mittelklassewagen (privat nutz- und steuerlich voll absetzbar), 14 Monatsgehälter sowie soziale Absicherung sind selbstverständlich. Ein weiterer Aufstieg zum Fondmanager im Investmentbereich käme nach weiterer Qualifikation ebenso in Betracht , wie auch regelmäßige Treffen mit zahlreichen Vertretern der Arbeitgeberverbände, mit Mitgliedern des CFR, mit den Bilderbergern und ebenso mit hochrangigen Mitgliedern der internationalen Hochfinanz auf internationaler Ebene. Können Sie unserer uns wohlgesonnenen neoliberalen Regierung darüber hinaus sehr gute Vorschläge zur weiteren Hetzjagd auf Arbeitslose und zur weiteren rigorosen und wirkungsvollen Demontage des Sozialstaat der BRD unterbreiten, so winkt Ihnen eine Ehrenmitgliedschaft beim INSM, bei den Liberalen und – bei ausgiebiger Aufrechterhaltung unser Geschäftbeziehungen zu diversen Großbanken in der Schweiz – auch eine Ehrenmitgliedschaft im Club of Rome nebst der Verleihung der goldenen Kofferträger- und Korruptionsnadel durch unseren wertgeschätzten Finanzminister Herrn Dr. Wolfgang Schäuble respektive durch Altbundeskanzler Hr. Dr. Kohl. Haben Sie bei Ihren künftigen Unternehmungen hierbei stets das Motto „Divide et impera“ im Hinterkopf – dann sehe ich auch bei Ihnen noch großes Potenzial und eine steile Karrierechance innerhalb unseres erlauchten Elitezirkels.

    Es grüßt Sie herzlichst

    J. Ackermann