31st Mai2010

GEMA: Verwertungsgesellschaft im Visier des Staatsanwaltes

by David Saizew

GEMA Verwertungsgesellschaft im Visier des StaatsanwaltesMitarbeiter und Mitglieder außer Kontrolle: Bei der GEMA gibt es einen Betrugsverdacht gegen Mitarbeiter und Mitglieder. Wie der GEMA-Vorstandsvorsitzende, Harald Heker, in einer Pressekonferenz mitgeteilt hat, stehen zwei Mitarbeiter und zehn Mitglieder im Verdacht Veranstaltungen angemeldet zu haben, die, wie angemeldet, nie stattgefunden haben. Betroffen von diesen Unregelmäßigkeiten seien Events im Bereich der U-Musik.

Die betreffenden Mitarbeiter seien fristlos gekündigt worden und die Staatsanwaltschaft habe die Ermittlungen aufgenommen. Die Höhe des Schadens könne aber bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht benannt werden. Auch konnte bisher nicht geklärt werden, auf welchen Zeitraum sich die bundesweit angekündigten Schein- Veranstaltungen beziehen.

Der Betrugsfall sei durch einen Hinweis Anfang Mai ans Tageslicht gekommen.

Dabei sei darauf hingewiesen worden, dass zwei Mitarbeiter der Generaldirektion Berlin Kontrollfeststellungen manipuliert haben. Durch diese Manipulationen sei es dann zur Auszahlung hoher Beträge an bestimmte Mitglieder gekommen. Ob die betroffenen Mitarbeiter ebenfalls Vergünstigungen erhielten, ist unbekannt.

Die GEMA will jetzt das System überprüfen, geschädigt sind nämlich die eigenen Mitglieder – Autoren, Texter und Verleger, deren Aufführungen korrekt gemeldet wurden.

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