Der Fall Maria Bögerl: Mysteriöse Anzeig in Ulmer Wochenblatt
Immer noch ist der Entführungs-Fall um die getötete Bankiers-Gattin Maria Bögerl aus Heidenheim ungelöst.
Er entführte die 54-jährige Banker-Gattin, ermordete sie kaltblütig ehe er die Leich ein einem Waldstück ablegte.
Vielleicht führt die Ermittler jetzt eine mysterköse Kleinanzeige aus dem Ulmer Wochenblatt zum Täter.
Am 12. Mai 2010 verschwand Maria Bögerl († 54) aus Heidenheim (Baden-Württemberg) spurlos. Am gleichen Tag erschien das „Ulmer Wochenblatt“ (Auflage 139 154 Exemplare) mit einer Anzeige. Der Wortlaut:
„Ignatus
Ihre Mutmaßungen sind falsch (Diesel wg. Langstrecke, Ausn. Studierende Kinder) u. verletztend (Keine Korruption o. Geldschiebung). Fakt ist Todesfall „lebensnotwendig“. Wir erhöhen auf 30 % Finderlohn u. appellieren an Ihren Anstand.“
Tatsächlich könnte die Anzeige in Verbindung mit dem Fall Bögerl stehen:
• In der Anzeige ist von „studierenden Kindern“ die Rede. Auch Maria Bögerl hat Kinder. Sowohl Sohn (24) als auch Tochter (27) studieren.
• „Wir erhöhen auf 30 % Finderlohn“. Geht es hier um die Entlohnung eines angeheuerten Entführers? Der Satz lässt zudem darauf schließen, dass die Anzeige bereits Fortsetzung eines Dialogs war, es zuvor schon Vereinbarungen gab.
• Besonders beunruhigend ist dieser Satz: „Fakt ist Todesfall ,lebensnotwendig‘.“ Wurde hier der Tod von Maria Bögerl in Auftrag gegeben? Ihre verweste Leiche wurde am 3. Juni gefunden – erstochen, offenbar direkt nach der Entführung.
• Der Entführer forderte 300 000 Euro Lösegeld von Sparkassen-Chef Thomas Bögerl, dem Ehegatten der Entführten. Und auch in der Anzeige geht es um Geld. Die Worte „Korruption“ und „Geldschiebung“ fallen.
Kommissar Markus Ott (50): „Wir ermitteln, stellen fest, wer hinter dieser Anzeige steckt und ob derjenige mit dem Fall Bögerl in Zusammenhang steht.“


Die Anzeige gehört zu dem Fall Bögerl, ist doch ganz klar. Der Typ wird wohl Schmiergeld erhalten haben für Aufgeben der Anzeige, für Geld ist doch alles und vieles machbar.
Nur komisch, dass einer Leitung einer Sparkasse angeblich Schecks ausschreibt die nicht eingelöst werden können. Entweder gibt es einen Täter oder einen Beaufträgen Mörder. Weil welcher Ehemann, der seine Ehefrau liebt, vergeudet Zeit oder kommt nicht an das Geld, wenn das Geld doch zur Verfügung stand und die Mittagspause doch nicht der Grund für nicht rechtzeitiges Abliefern des Geldes.
Entweder hatte Herr Bögerl eine Liebhaberin und hat sich die Sache ausgedacht oder jemand hatte andere Absichten.
Nach wie vor glaube ich – wie die meisten Heidenheimer hinter vorgehaltener Hand – an eine Beziehungstat. Wann kommt endlich die Wahrheit ans Licht? Das Ganze stinkt zum Himmel!
Ich schließe mich dem Kommentar von Alex v. 30.Sept.2010 voll an.
Der Fall Bögerl geht mir einfach nicht aus dem Kopf.
Punkt 1: Der Täter wußte 1000%ig, daß Frau Bögerl alleine im Haus war und daß zu diesem Zeitpunkt auch keine Nachbarin oder sonst wer unverhofft klingelt. Woher wußte der Täter diese Gewißheit???
Punkt 2: In der Wohnung waren Stühle umgeworfen. Frau Bögerl wußte also von diesem Moment an, daß es gefährlich ist, mit dem Täter mitzugehen und mit dem Täter in ihr eigenes Auto zu steigen.
Punkt 3: Woher wußte der Täter, daß das Auto genügend Benzin hatte?? Kam er zu Fuß zu Frau Bögerl?? Warum wurde er nicht gesehen??? Der Mann mit dem Pferdeschwanz wurde zwar gesehen.
Jeder Mensch hat ein Umfeld. Man muß einkaufen gehen usw. Hat man das Bild von dem Mann mit dem Pferdeschwanz auch in Tschechien, Polen, Ungarn und Rumänien im Fernsehen veröffentlicht??? Man könnte es ja jetzt noch tun.
Punkt 4: Wer sucht sich für die Geldübergabe so einen auffälligen Platz aus, der auch noch mit der Deutschlandflagge von der Autobahn sehr einsichtig ist. Das ist doch viel zu gefährlich für einen Entführer.
Oder hat der eigentlich Killer sein Geld, natürlich keine 300.000 Euro, längst erhalten, und die Entführung ist nur ein Szenario???
Der Fall bewegt mich sehr. Ich hoffe, daß alles bald aufgeklärt wird.
wow.. hier sind ja ganz besonders schlaue leute unterwegs.
Die fadenscheinige Erklärung, die uns die Polizei heute servierte, ist einfach lachhaft. Ich bin gespannt, ob die Lügen und Ermittlungsfehler irgendwann ans Tageslicht kommen?
Man könnte meinen, die Ermittler sind an einer Aufklärung nicht interessiert.
Na, das scheint sich ja langsam herauszuschälen, dass es sich um einen Auftragsmord gehandelt haben könnte. Wenn die Anzeige etwas mit dem Mord zu tun hat, dann geht es um Geld ! — Und es wäre damit auch erklärlich, wieso der Täter so viel Wissen von der Familie und des Opfers hatte, daß er es schaffte, Frau Bögerl zu einer Fahrt in ihrem eigenen Auto zu bewegen. Das geht sicher nur mit einer vertrauenswürdigen Aufforderung, an deren Wahrheitsgehalt das Opfer nicht zweifeln musste … also Unfall ihres Mannes oder was auch immer…. was hat sie bewegt, sich mit diesem Mann, der ihr wahrscheinlich nicht bekannt war, in ihr Auto zu setzen ? – Mann kann nach Lage der Dinge eine gewaltsame Verfrachtung des Opfers in ihrem eigenen Auto nicht annehmen. Viel zu auffällig ! — In diesem Fall müsste der Täter einen Komplizen innerhalb oder aus dem Umkreis der Familie haben, um so etwas überhaupt durchführen zu können. Die ganze Art der sogenannten Entführung deutet auf erhebliches Vorwissen des Täters hin…. ist das Auto vollgetankt? – Wo sind die Kinder ? – Ist sie zum Tatzeitpunkt allein ? — Das ganze muss einen beziehungsmässigen Hintergrund haben… Ein Fall für Columbo ! – Aber leider kein Film, sondern traurige Wirklichkeit ! – Traurig für das hilflose Opfer und dazu ein Trauerspiel über die unprofessionelle Vorgehensweise und die absolute Unfähigkeit der Ermittler !