Hochzeit in London: Fans campieren schon vor Westminster Abbey
Nicht nur bei den Brautleuten liegen die Nerven blank. Die Mega-Hochzeit des Jahres in London versetzt vor allem auch die Royal-Fans in helle Aufregung. Seit Mittwoch campieren erste Hochzeits-Schaulustige in London vor der Westminster Abbey und warten auf das große Ereignis.
Dabei ist es in London aktuell alles andere als gemütlich, kühle 13 Grad, der Himmel ist grau … und für Freitag ist Regen angesagt, außerdem weht ein frischer Wind.
Die hartgesottenen Royalisten stört das aber nicht.
Gwen Murray (76) erklärt ganz britisch-ungerührt: „Wenn ich friere, dann friere ich halt“ und nippt an ihrem Tee, natürlich Earl Grey mit einem Tröpfchen Milch …
Sie hat sich einen Super-Platz gesichert, ihren Campingstuhl gleich gegenüber der Westminster Abbey aufgestellt. Hier wird das Brautpaar vorbeikommen, zunächst jeder alleine, nach der Trauung gemeinsam.
Bis dahin ist allerdings nocht ein bisschen Zeit.
Oma Murray ist gewappnet: Wolldecke und Schlafsack, Isomatte und Zelt. „Ich bleibe bis zur Trauung hier“, sagt sie, „so habe ich die allerbeste Sicht auf das Paar.“
Und sie ist nicht alleine. Nur wenige Meter weiter hat sich Johan Loughrey (56) eingerichtet. Er hat sogar schon eine Nacht auf dem kalten Pflasterstein hinter sich gebracht.
Durch die Abbey schieben sich Hunderte Touristen, heute ist sie zum letzten Mal geöffnet, ab morgen wird für die Hochzeit umgebaut.
„Hier wird die Braut entlangschreiten“, sagt ein Küster und deutet den Gang vom Haupteingang zum Altar entlang: 80 lange Meter. Vier Minuten soll der Weg laut Protokoll dauern.
„Ziemlich viel Zeit für Zweifel“, flüstert der Küster und zwinkert, „auf halber Strecke gibt es rechts und links kleine Türen, da kann sie abhauen, wenn sie es sich anders überlegt.“
Noch ist von dem ganzen Hochzeits-Trubel am Freitag wenig zu sehen. Doch tatsächlich wird es ein Mega-Aufgebot an Sicherheitskräften geben.
Eine Sprecherin der Metropolitan Police teilte mit, jeder, der versuche, die Hochzeit zu stören, müsse „mit einer robusten Antwort“ der Sicherheitskräfte rechnen.

