Öffentlich-Rechtliche Sender: Bohlen hat hier keine Chance
Während private Sender mit DSDS-Chef-Juror Dieter Bohlen eine Menge Geld verdienen, seine Songs rauf und runter gespielt werden und regelmäßig die Spitzen der Charts stürmen, kann sich Dieter Bohlen in den öffentlich-rechtlichen Sendern nicht etablieren.
Aktuell sind immerhin beide DSDS-Finalisten mit dem gleichen Song auf Platz 1 und 2 der Charts. Ein absolutes Novum, das gab es so noch nie.
Obwohl der Song von Pietro Lombardi (18) und Sarah Engels (18) in den letzten zehn Tagen 400 000 Mal verkauft wurde, hält sich die ARD und ihre Sendeanstalten ruhig. Keine Plays, nichts.
Das Lied, von Dieter Bohlen produziert, läuft nicht im Gebühren-Radio.
Dass „DSDS“-Lieder von RTL im ARD-Programm kaum eine Chance haben, ist bekannt. Immerhin darf „Deutschland sucht den Superstar“ aber auch getrost als „Dauer-Werbe-Sendung“ für die nachfolgenden DSDS-Produkte gesehen werden. Das kommt offenbar bei den öffentlichen Sendeanstalten nicht gut an.
Eine offizielle Erklärung gibt es allerdings nicht. Die Sender verweisen lediglich auf ihre Hörer: „Casting-Gewinner haben es bei unseren Hörern eben schwer.“ heißt es da beispielsweise von NDR-Sprecher Gartzke).
Burkhardt Müller-Sönksen (51), medienpolitischer Sprecher der FDP, fordert: „Kein Generalverdacht gegenüber Liedern aus Dieter Bohlens Feder. Die Öffentlich-Rechtlichen dürfen die Nr.-1-Hits ihren Hörern nicht vorenthalten.“
Stephan Mayer (37), Medien-Experte der CSU: „Gerade der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss den Geschmack der Hörer respektieren und hat die Pflicht, auch ‚DSDS‘-Songs zu spielen.“
Dieter Bohlen empfindet das Verhalten der öffentlichen Sendeanstalten als unfair, glaubt man würde ihn einfach niemals spielen …
Bis zu 8 Millionen Fans haben bei der abgelaufenen „DSDS“-Staffel eingeschaltet. Deutschland hat über 80 Millionen Einwohner. Wenn 10 Prozent eine bestimmte Musik hören wollen, reicht das ? Oder wollen die Hörer der öffentlichen Sendeanstalten tatsächlich etwas ganz anderes ?

