EHEC: 24-Jährige stirbt nach Blut-Durchfall
Eigentlich war die 24-jährige Katharina „Tina“ D. völlig gesund und kräftig, doch dann infizierte sich die junge Frau mit dem aktuell aufgetauchten EHEC-Keim. Heute ist Tina tot. Sie starb an Nierenversagen, eine Folge des gefährlichen hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS).
Tina D. ist EHEC-Todesopfer Nummer 14 in Deutschland.
Dabei war die junge Frau sportlich, klug, gesund.
Schon in der Nacht zum 24. Mai starb Tina D. Sie war mit Durchfall und starken Bauchkrämpfen in die Bremer Klinik Links der Weser eingeliefert worden. Verzweifelt kämpften die Ärzte um das Leben ihrer Patientin.
Am Montag wurden vier weitere EHEC-Todesfälle bekannt:
In Parchim, Mecklenburg-Vorpommern, starb eine Frau (87). Sie hatte nach den klassischen Krankheitssymptomen HUS entwickelt, ihre Nieren versagten.
Auch Nordrhein-Westfalen beklagt ebenfalls erste Todesopfer: Am Sonntag starb eine Frau (91) aus Bad Lippspringe, gestern eine weitere Patientin aus dem Kreis Gütersloh. Beide starben ebenfalls an akutem Nierenversagen.
Bereits am Sonnabend verstarb ein Mann (75) aus Rendsburg, Schleswig-Holstein, – erst der zweite Mann, der an den Folgen der Infektion starb.
Die Todesfälle konzentrieren sich vor allem im Norden Deutschlands. Tina ist mit 24 Jahren das jüngste Todesopfer.
Ein Sprecher des Bremer Gesundheitsamtes: „Sie ernährte sich gesund, arbeitete in einem medizinischen Beruf.“ Katharina D. war Sozialarbeiterin in einer Bremer Seniorenresidenz.

