EHEC-Horror: Neuartige Therapie weckt Hoffnung
Es gibt einen ersten Hoffnungs-Schimmer im Kampf gegen den EHEC-Horror. Eine neuartige Therapie mit dem Wirkstoff Eculizumab, der bereits seit dem Jahr 2007 auf dem Markt ist, könnte den gefährlichen EHEC-Erreger in die Schranken weisen.
Allerdings kostet das neuartige Medikament sehr viel Geld. Eine einzige Dosis kostet bereits mehrere tausend Euro.
Das Mittel haben Ärzte in mehreren Kliniken bei Patienten eingesetzt, die am hämolytisch-urämischen Syndrom (Hus) erkrankt sind. Nierenspezialisten hoffen, dass Eculizumab EHEC-Patienten das Leben retten kann.
Bei einer Infektion mit dem Erreger EHEC kann neben blutigen Durchfällen zum gefährlichen HUS-Syndrom führen.
Das Gift, das die an der Darmwand siedelnden Bakterien abgeben, führt dann dazu, dass Blutzellen regelrecht zerplatzen. Bruchstücke der Zellen verstopfen die Nieren und setzen sich in feinen Adern, unter anderem im Gehirn, ab.
Nieren und Gehirn können durch Hus dauerhaft geschädigt werden, die Komplikation kann sogar tödlich enden. Nierenspezialisten führen bei Patienten eine Art Blutwäsche durch: Sie filtern das Blut in Zellen und Flüssigkeit und ersetzen die mit Giften belastete Flüssigkeit durch Spenderplasma oder Plasmaersatzmittel.
Mit Antibiotika sind Ehec-Bakterien nicht zu bekämpfen: Sie würden dann auf einen Schlag zu viele Gifte ausschütten und den Patienten massiv gefährden.

