Amy Winehouse: Wer war sie wirklich ?
Geboren in einer Familie der Mittelschicht, offensichtlich hochbegabt, mega-erfolgreich, herausragend anders, liebenswert… warum stürzte Amy Winehouse trotz all ihrer positiven Voraussetzungen so dramatisch ab in ihrem Leben ?!
Fans, Freunde und Familie können den Tod der britischen Soul-Sängerin immer noch nicht fassen, haben sich auf Spuren-Suche in Amy’s Leben gemacht.
Für die Sängerin kommt diese „Liebe“ zu spät. Vielleicht hätte sie genau das zu Lebzeiten gebraucht, um zu überleben …
Sie ist niemals ein einfaches Kind gewesen. Sagt ihre Mutter. Doch die liebevollen Baby-Fotos sprechen eine andere Sprache. Amy war ein süßes Kind, aufgeweckt, interessiert an den starken Eindrücken des Lebens.
Sie ist ein störrisches Mädchen. Sagt ihr Vater. Ja, Amy hatte ihren eigenen Kopf, immer schon, aber auch gute Gründe dafür. Amy war hochbegabt. Von der Schule, einem durchschnittlichen Leben, einer normalen Laufbahn gelangweilt… ihr erstes Dilemma …
Mit zwölf wurde sie in der renommierten Sylvia Young Theatre School aufgenommen. In ihrem ersten Aufsatz schrieb sie: „Ich will sehr berühmt werden und Lieder singen, die die Menschen für fünf Minuten ihren Ärger vergessen lassen.“
Amy sang immer, während des Unterrichts, beim Autofahren, beim Essen, beim Spielen, beim Lernen, immer, immer und überall…
Amy war begabter als alle anderen. Alles Durchschnittliche, Normale langweilte sie … Zwei Jahre nach ihrer Aufnahme in die Sylvia Young Theatre School rief der Direktor Mutter Janis zu sich: „Ich denke, Sie sollten Ihre Tochter von der Schule nehmen.“
Amy wechselte an die Brit School in Croydon, spielte Gitarre, machte in einem Jazz-Orchester mit, sang in mehreren Bands. Nebenbei verdiente sie als Showbiz-Reporterin Geld. Der heutige „Sun“-Redakteur Sean Hamilton erinnert sich: „Sie war frühreif, laut, frech, grob und hat dauernd geflucht. Sie hat im Büro immer gesungen.“
Aber Amy war aktiv. Sie arbeitete an sich, an ihrer Stimme, an ihrem Leben. Sie wollte etwas erreichen. Dafür agierte sie, ohne Unterlaß…
Und sie war ein herzlicher Mensch. Als sie schließlich eine eigene Wohnung im bunten Londoner Szeneviertel Camden bezieht, herrscht dort stets große Gastfreundlichkeit…
Ihren Freunden war sie Ratgeberin, Zuhörerin, hatte immer ein offenes Ohr – und ein großes Herz. Sie liebte es, ihre Freunde zu bewirten, und hat, wenn es spät wurde und alle mal Hunger bekamen, sogar noch nachts um drei ein Huhn in den Ofen geschoben.
So war Amy, sie war süchtig, das Leben, die Welt, ihre Mitmenschen zu spüren, zu empfinden..
Sie hätte für diese Welt-Liebe so gerne eine Resonanz erfahren …
Einer, so dachte sie, könnte diese Sehnsucht endlich stillen. Ihre große Liebe, Blake Fielder-Civil. Er wurde ihr Ehemann – und ihr Eingang in die Drogen-Welt.

