28th Jul2011

US-Präsident Barack Obama: Sein Kampf gegen die Staatspleite

by David Gorrosco

US Präsident Barack Obama: Sein Kampf gegen die StaatspleiteFünf Tage bleiben US-Präsident Barack Obama noch, um die USA vor einer drohenden Staatspleite zu bewahren. Führende Rating-Agenturen haben angekündigt, wenn nicht unmittelbar massive Maßnahmen durchgeführt werden, wird Amerika in seiner Kreditwürdigkeit herabgestuft.

Eine drohende Katastrophe !!

US-Präsident Barack Obama hat daher jetzt einen Plan B in Angriff genommen.

Das Problem bislang: Die politischen Fronten sind verhärtet. Weder Demokraten noch Republikaner wollen nachgeben. Es geht um Umschuldung, neue Schulden, Steuern und Haushaltskonsolidierung.

Knackpunkt: Die Anhebung der Grenze für die Kreditaufnahme von 14,3 Billionen Euro, rund zehn Billionen Euro.

Obamas Sprecher Jay Carney rief erneut zu Kompromissbereitschaft in der Auseinandersetzung auf. Eine Einigung sei „unumgänglich und möglich“.

„Die Zeit läuft uns davon, wir müssen einander nun näher kommen“, sagte er. „Am 2. August um Mitternacht“ würden die USA ansonsten erstmals in ihrer Geschichte die Möglichkeit verlieren, sich auf den Finanzmärkten Geld zu leihen.

Rauscht die USA in eine Staatspleite, wäre die ganze Welt davon betroffen. Während ein derartiges Szenario in der Öffentlichkeit bislang nur am Rande thematisiert wird, ist Experten längst klar. Eine Staatspleite der USA ist ein völlig unkontrollierbares Szenario, dass die Welt grundlegend verändern könnte.

„Die Zahlungsunfähigkeit der US-Regierung würde die Unsicherheit an den Finanzmärkten schüren. Dies wäre eine große Gefahr für die Weltkonjunktur, die ohnehin gerade an Dynamik verliert“, fasst Prof. Dr. Gustav Horn, Direktor des Instituts für Makroökonomie an der Hans-Böckler-Stiftung, für BILD.de zusammen.

Die Ratingagentur Standard & Poor’s forderte von der US-Politik einen „glaubwürdigen“ Plan zur Überwindung der Krise. Nur so könne das Land eine mögliche Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit auf längere Sicht verhindern, sagte ihr Chef Deven Sharma.

Unterdessen gibt es weitere schlechte Nachrichten. Die US-Notenbank teilte mit, dass sich das Wachstum in den USA während der vergangenen sieben Wochen abgeschwächt habe. Die Börse in New York schloss deutlich im Minus.

In Deutschland präsentiert sich die Politik angesichts der Entwicklungen in den USA verhalten, Ängste will niemand schüren oder heraufbeschwören, den Ernst der Lage aber auch nicht klar formulieren.

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